Dienstag, 16 September 2014 00:00

Kämpfer unter dem Kreuz

Die Bibel spricht von einer geistigen Waffenrüstung. Was hat es damit auf sich?

 

„Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens.“ (Epheser 6,10-15)

Der Apostel Paulus hatte einen klaren Blick für die großen Angriffe des Satans, des Teufels, des Feindes, des Bösen.

Wir haben einen mächtigen Feind

Kaum hatte Gott die Menschen geschaffen und in den Garten Eden hineingestellt, da trat der Feind auf den Plan. Er konnte nicht mit ansehen, dass die Menschen in Ruhe und Frieden mit Gott lebten. Deshalb störte er diesen Frieden. Und nur zu gut ist es ihm gelungen!

  • Abraham, den Vater der Gläubigen, bringt der Satan so weit, dass er lügt und schamrot dastehen muss vor dem König von Ägypten. (1. Mose 12,18-19) 
  • Isaak nimmt der Feind durch die Liebe zum guten Essen gefangen, so dass er dem klaren Willen Gottes entgegen Esau segnen will, weil dieser einen so schmackhaften Wildbraten zubereitete. (1. Mose 25,28)
  • Jakob stürzt Satan um seiner Lust willen in die unglückliche Doppelehe mit Rahel und Lea (1. Mose 29,30).
  • Nach langer, schwieriger Zeit erfreut sich Israel der kraftvollen Regierung des Königs David. Als ein Mann nach dem Herzen Gottes sitzt er auf dem Thron. Da kommt der Feind, dem seine Psalmen schon lange zuwider waren und der Mann nach dem Herzen Gottes wird ein Ehebrecher und ein Mörder. (2. Samuel 11, 15 + 27)
  • Was für einen schönen Anfang machte Salomo. Er bildete eine Vorausschau auf den ewigen Friedenskönig im Wirken seiner von Gott geschenkten Weisheit. Da kommt der Feind und der gesegnete König wird um der ausländischen Frauen willen ein Götzendiener (1. Könige 11,3-4).

Überall begegnen wir den Spuren des Teufels. Wie oft ist es Satan gelungen, gesegnete Werkzeuge in Gottes Hand zu verderben! Überall sehen wir, wie er die Pläne Gottes zu vereiteln sucht, wie er die Christen zu Fall bringt.

Als Jesus in die Welt kam, der Sohn Gottes, der Eingeborene vom Vater, da machte der Teufel erst recht seine Anstrengungen, um ihn zu Fall zu bringen. Aber als ihm das nicht gelang und Jesus den Versucher abwies, da rächte er sich dadurch, dass er ihn ans Kreuz brachte. Was sind die Christenverfolgungen unter den römischen Kaisern anderes, als die brutalen Versuche des Teufels, die Jünger Jesu auszurotten! Der Feind stand dahinter und hatte in brutaler Weise die Machthaber aufgehetzt. Wem taten die Waldenser, die Hugenotten, die Salzburger etwas zu leide? Sie lasen ihre Bibel, sie lebten ihren Glauben. Und doch kam die schreckliche Bluthochzeit, und doch loderten die Scheiterhaufen, und doch mussten die Salzburger Haus und Hof im Winter verlassen. Das hat der Feind getan.

Wir haben einen allmächtigen Freund

Gott sei Dank, wir haben nicht nur einen mächtigen Feind, sondern wir haben auch einen allmächtigen Freund: Unser Heiland Jesus Christus! Der hat dem Feind die Macht genommen. Er hat den Sieg über ihn errungen. Dessen Sieg ist auch unser Sieg. Ja, der Feind versteckt sich hinter den eigenen Jüngern. Als Petrus nach der Leidensverkündigung des Meisters ihm sagt: „Gott bewahre dich, Herr! Das widerfahre dir nur nicht!“ (Matthäus 16,22), da erkennt Jesus die List des Feindes. „Hebe dich weg von mir, Satan, denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist!“ (Matthäus 16,23)

"Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke." (Epheser 6,10)

Paulus erwähnt hier zwei Dinge: Stark zu sein in dem Herrn und die Macht seiner Stärke.

"Im Herrn habe ich Gerechtigkeit und Stärke." (Jesaja 45,24a)

In wem? Im Herrn! Wie können wir das umsetzen? Darin ist unser Heiland das beste Beispiel. Er hat immer Gemeinschaft mit seinen Vater gepflegt. Wie sieht es bei uns aus?

"Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn." (Psalm 124,8)

Es gibt Gemeinschaft mit Gott und Hilfe in seinem Namen. Ellen White schreibt:

"Nehmt euch Zeit, mit Gott zu verkehren.Der Auftrag ist an mich ergangen, meinen Mitarbeitern zu sagen: Wenn ihr der reichen Schätze des Himmels teilhaftig werden wollt, müsst ihr im Verborgenen Verkehr mit Gott pflegen... Wie könnt ihr Kraft in eurer Arbeit erwarten, wenn ihr so viel zu tun habt, dass ihr euch keine Zeit nehmen könnt, mit Gott zu reden? Redet mit eurem eigenen Herzen und dann pflegt Verkehr mit Gott, sonst werden eure Bemühungen fruchtlos sein." (Diener des Evangeliums S. 242)

Das ist der Gedanke, stark zu werden in dem Herrn.

Der Gurt der Wahrheit

"So stehet nun, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit." (Epheser 6,14)

Ehe wir überhaupt mit dem Feind den Kampf aufnehmen können, ehe überhaupt eine Möglichkeit des Sieges besteht, müssen wir unseren wahren Zustand vor Gott und Menschen erkannt haben.

"Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes." (Römer 7,24)

Wenn das Licht Gottes auf unser Leben fällt, dann erkennen wir, was durch ein offenes Bekenntnis und ehrliche Reue in Ordnung gebracht werden muss. Wer solche Wege der Demütigung geht, erfährt, dass der Herr darauf mit einem Strom von Frieden antwortet. Darum lege den Gürtel der Wahrheit an. Die Bibel sagt: "Die Weisheit von oben lässt sich sagen." (Jakobus 3,17) Wie viele kommen nur aus dem Grunde von ihrer Gebundenheit nicht los, weil sie nie ihre Not bekennen.

Der Panzer der Gerechtigkeit

"Und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit." (Epheser 6,14)

Solange wir meinen, mit der eingebildeten eigenen Gerechtigkeit auskommen zu können, strecken wir uns nicht nach der Gerechtigkeit Christi aus. Wenn wir unsere Gerechtigkeit darauf gründen, was wir sind und was wir tun, so bauen wir auf Sand. All unser Bemühen, all unsere frommen Übungen und Bestrebungen können uns nicht vor Gott gerecht machen. Wenn das möglich wäre, dann hätten die Pharisäer eine eigene Gerechtigkeit zustande gebracht. Wie gaben sie sich Mühe, das Gesetz zu beachten! Sie fasteten zweimal in der Woche. Sie gaben den Zehnten von allem, was sie hatten. Sie hielten die Gebote nach dem Buchstaben genau. Und doch sagt der Herr Jesus:

"Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen!" (Matthäus 5,20)

Unsere Gerechtigkeit muss besser sein, sie muss ganz anders sein. Sie darf nicht auf unseren Leistungen beruhen. Sie kann einzig und allein darin begründet sein, was Christus für uns vollbrachte.

"Christus Jesus ist uns von Gott gemacht ... zur Gerechtigkeit". (1. Korinther 1,30)

Schreibt Paulus an die Korinther. Mit der eigenen Gerechtigkeit können wir nicht vor Gott bestehen. Du musst eine andere Gerechtigkeit haben, als die selbstgemachte und eingebildete, wenn du vor Gott bestehen und wenn du mit Aussicht auf Erfolg den Kampf mit dem Teufel aufnehmen willst. Dazu ein Beispiel:

Im Ersten Weltkrieg wurden viele Soldaten einberufen und ein junger Mann erhielt eine sehr abgetragene Uniform. Der Rock ließ kaum mehr erkennen, dass er früher einmal blau gewesen ist. Nach einiger Zeit kommt er mit einem wunderschönen blauen Waffenrock. Er sagte: „Dieser Rock ist von einem gefallenen Soldaten, den habe ich geschenkt bekommen. Er passt mir wunderbar.“

Passt dieses Bild nicht in unser Thema? Der erste Uniformrock, zerrissen und verbraucht, ist ein Bild von unserer eigenen Gerechtigkeit. So sehen wir vor Gott aus: Jammervoll und erbärmlich. Wir müssen uns den Rock des gefallenen Soldaten schenken lassen. Der gefallene Offizier ist Jesus. In der Schlacht von Golgatha ist er gefallen. Seinen Rock müssen wir tragen.

"Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. Damit will ich vor Gott bestehen, wenn ich zum Himmel werd’ eingehen." (Zinzendorf)

Und nicht nur das, sondern wir können damit bestehen, solange wir auf Erden leben und den Kampf mit dem Teufel bestehen müssen. Diesen Rock des gefallenen Soldaten müssen wir haben. Hast du ihn? Du bekommst ihn geschenkt, wenn du im Gebet nach Golgatha gehst und ihn dir glaubend zu Eigen machst: Jesus starb für mich! Was hat es Jesus gekostet, uns die Gerechtigkeit zu erwerben? Sein Blut und sein Leben, bis er sterbend sein Haupt neigte: "Es ist vollbracht!" (Johannes 19,30) Da war sie erworben, die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Jetzt darfst du es fassen und glauben:

"Es quillt für mich, dies teure Blut, das glaub und fasse ich. Es macht auch meinen Schaden gut: Denn Christus starb für mich." (Int. Gesangbuch, Nr. 667)

Lass ihn dir schenken, den Rock des gefallenen Soldaten! Geh im Gebet nach Golgatha und glaube es. "Jesus starb für mich." Da wurde die Erlösung vollbracht. Ein alter Mann erzählte, wie er nach 10-jähriger Zuchthausstrafe begnadigt wurde. Eines Tages wurde er durch den Aufseher zum Direktor gerufen. Er dachte: „Was hat denn dieser mit mir vor?“ Im Zimmer des Direktors traf er auch den Prediger, durch den er zum Glauben an Christus gekommen war. Beide Herren sahen so merkwürdig feierlich aus, dass er es sich nicht erklären konnte, was das zu bedeuten hatte. Dann sagte der Direktor: "August Michel, im Namen des Königs, du bist frei!" Was für eine Botschaft! Das ist die Botschaft des Kreuzes von Golgatha. So verkündigt uns das Kreuz: Wir sind frei! Wir brauchen nicht im Kerker der Sünde zu bleiben, wir dürfen frei sein.

Wir sind erlöst! Allen ist das Heil erschienen! Keiner muss dem Laster dienen.
Keiner muss verlorengehen!

Preist den Herrn! Gott sei ewig Lob und Dank für das volle, freie, ewige Heil, das Christus uns gebracht hat! Wir sind erlöst! Wir haben nicht nur unser Heil in Christus, wir haben in ihm auch Bewahrung. Drohend und dunkel liegt die Zukunft auf dieser Erde vor uns. Weltweit werden die Zustände unglücklicher, chaotischer und leidvoller. Das Antichristentum entfaltet sich zunehmend, Gotteshass und Christusfeindschaft nehmen zu. Der Abfall von Gott ergreift die Massen. Wie lange noch, und der Antichrist tritt mit dem Sonntagsgesetz auf den Plan (Offenbarung 13,16-17). Dann kommt die große Trübsal. Das wird die größte Machtentfaltung Satans sein, die es je in der Welt gegeben hat. Aber wir dürfen getrost sein, denn nicht nur Satan wird seine Macht entfalten. Jesus wird auch seine Macht offenbaren! Er wird seine Auserwählten retten. Er wird aus der kommenden Stunde der Versuchung heraus retten. Gott sei Dank! Wir brauchen uns auch vor der Zukunft nicht zu fürchten, denn Jesus hält sein Wort:

"Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Matthäus 28,10)

Das letzte Wort hat nicht der Antichrist und nicht der Satan. Das letzte Wort hat Jesus, wenn er alle seine Feinde zum Schemel seiner Füße legen wird. So konnte Paulus getrost der Zukunft entgegen sehen:

"Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer oder Gewalten, weder Gegen-wärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes, noch irgendeine Kreatur mag uns scheiden von der Liebe Gottes in Christus Jesus, unserem Herrn!" (Römer 8,38-39)

Hat er sich getäuscht und geirrt? Oh nein. Gott hat ihn bewahrt und durchgetragen bis ans Ende. Als ein Überwinder ist er gestorben, um einst den Herrn in der Ewigkeit für alle Gnade auf Erden zu loben und zu preisen. Wir haben einen allmächtigen Freund, der bringt uns durch, der hält sein Wort:

"Niemand soll die Meinen aus meiner Hand reißen!" (Johannes 10,28)

Niemand! Niemand! Auch Satan nicht! So lasst uns getrost sein. Wir fassen den Feind ins Auge und sagen es uns: "Groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist“ (Luther) - und dann schauen wir weg von dem Feind und blicken auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens. Er hat uns errettet. Er wird uns auch bewahren. Hat er das gute Werk in uns angefangen, wird es auch vollführen bis auf seinen Tag.

Die Stiefel der Bereitschaft

"...und an den Beinen gestiefelt, bereit einzustehen für das Evangelium des Frieden." (Epheser 6,15)

Wir können uns vorstellen, welch große Bedeutung die Stiefel für einen Soldaten haben. Was nützt seine Ausbildung, wenn er keine guten Stiefel hat? Dann wird er fußkrank, macht schlapp und bleibt zurück.

Gute Stiefel sind nötig für den Kampf. So braucht auch der Krieger Jesu Christi ein Paar gute Stiefel, um unerschrocken durch alle Situationen des Lebens zu gehen. Und da fehlt es bei so vielen! Sie gehen in den Kampf und sind barfuß! Barfuß kann man vielleicht auf der Wiese spielen oder am Strand spazieren, aber in den Kampf kann man nicht barfuß gehen. Wer barfuß geht, der verletzt sich leicht. Der stößt sich hier und verwundet sich da. Und dann hinkt er. Gibt es nicht viele Christen, die so leicht verletzbar sind? Es braucht nur eine Kleinigkeit zu sein. Sie stoßen sich an diesem Bruder oder an jener Schwester. Solches Verletztsein lässt auf einen Mangel im Glaubensleben schließen. Es fehlen die Stiefel. Trage Sorge dafür, dass du diese Stiefel bekommst, und es ist vorbei mit deinem leichten Verletztsein.

Andere gibt es, die sagen stolz: „Oh nein, ich bin nicht barfuß. Ich habe Schuhe an." Aber sieht man einmal genauer hin, dann sind es Kinderschuhe. Wie viele Gläubige laufen in Kinderschuhen umher. Das war schon so in den Tagen der Apostel. Paulus schreibt an die Korinther:

"Und ich, liebe Brüder, konnte nicht mit euch reden wie zu geistlichen Menschen, sondern wie zu fleischlichen, wie zu unmündigen Kindern in Christus. Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Auch jetzt könnt ihr`s noch nicht, weil ihr noch fleischlich seid. Denn wenn Eifersucht und Zank unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und lebt nach Menschenweise?" (1.Korinther 3,1-3)

"Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre und dass man euch Milch gebe und nicht feste Speise. Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein kleines Kind."(Hebräer 5,12-13)

"Milch habe ich euch zu trinken gegeben" sagt der Apostel Paulus. Kleine Kinder müssen mit Milch ernährt werden. Feste Speisen können sie noch nicht vertragen. Sie werden sehr ungeduldig, wenn sie ihre Milch nicht schnell genug bekommen. Gibt es nicht auch viele Christen, die immer nach der Milchflasche verlangen? Am Anfang ist das gut und recht. Aber schließlich muss es mit der Milchflasche einmal aufhören. Sie gehen in die Versammlungen, um zu empfangen, um zu bekommen. Sie wollen ihre Erbauung haben, sie wollen Anregung haben, sie wollen Förderung haben. Sie wollen immer haben! Wollen wir Kindergartenchristen bleiben? Paulus schreibt an die Thessalonicher:

"Bekehrt, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott" (1.Thessalonicher 1,9)

Wir sind nicht bekehrt, um lediglich als Konsumenten schöne Versammlungen zu besuchen und in frommen Gefühlen zu schwelgen. Sondern wir sind bekehrt, um für Gott da zu sein, um ihm zu dienen. Hast du das schon begriffen? Viele haben das noch nicht verstanden! Wenn alle Kinder Gottes das begriffen hätten oder begreifen würden, dann könnte es bald vorwärts gehen im Reiche Gottes. Das ist ganz gewiss. Es wird höchste Zeit, dass du die Kinderschuhe ausziehst! Es wird Zeit, dass du die Stiefel anziehst, die zur Waffenrüstung gehören.

Weg mit den Hausschuhen der Bequemlichkeit und der Trägheit! Weg mit der Leisetreterei, der Menschenfurcht und der Angst vor den Leuten! Bei wie vielen herrscht die Menschenfurcht vor! In schönen Versammlungen sich erbauen, das will man. Aber hinausgehen, um andre einzuladen, das wagt man nicht. Man könnte ja Anstoß erregen! Man könnte ja verspottet werden! Und das wagt man nicht. Man bleibt in seinen bequemen Hausschuhen. Weg mit den Hausschuhen! Lange genug sind wir "die Stillen im Lande" gewesen. Es ist an der Zeit, dass wir lauter werden und etwas von uns hören lassen, damit Menschen gerettet und gewonnen werden. Stiefel müssen wir haben, richtige, tüchtige Stiefel, mit denen wir feste und sichere Schritte machen können, um das Evangelium zu predigen zur Zeit und zur Unzeit. Aber - es muss das Evangelium des Friedens sein, wie Paulus sagt. Wir müssen uns als Friedenskinder ausweisen. Wir müssen es in unserem Leben zeigen, dass wir den Frieden haben, der höher ist als alle Vernunft. Dieser Friede muss uns aus unsern Augen leuchten, so dass die Menschen sagen: "Oh, wenn es so wunderbar ist, werd' ich heute noch ein Christ!"

Ja, wenn du das Evangelium des Friedens in seiner wunderbaren Wirkung erfahren hast, dann verschweige es nicht, dann behalte es nicht für dich. Dann gib es weiter, damit auch andere glücklich und für die Ewigkeit gerettet werden durch das Evangelium des Friedens. Wenn doch alle Kinder Gottes gestiefelt wären! Wenn sie alle freudig bereit wären, für das Evangelium des Friedens einzutreten - wie würde die Sache Jesu in der Welt vorwärtsgehen! Wie würden Menschen gewonnen und gerettet werden!

Fehlen dir die Stiefel der Bereitschaft für das Evangelium einzutreten,
dann fehlt dir ein wichtiges Stück der Waffenrüstung!

Und wenn dir das fehlt, dann kannst du nicht kämpfen und siegen. Darum vergesst nicht diese Teile der Waffenrüstung Gottes: den Gurt der Wahrheit, den Panzer der Gerechtigkeit und die Stiefel der Bereitschaft!

Amen.

Kurt Barath

Gelesen 1464 mal Letzte Änderung Mittwoch, 17 September 2014 12:27

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