Montag, 04 November 2013 17:12

Das Geheimnis einer glücklichen Ehe

Fotolia 55129192 Subscription XXL KJa, es scheint wirklich ein Geheimnis zu sein, wie eine Ehe gelingen kann. Betrachten wir die aktuellen Scheidungszahlen und die zahllosen unglücklichen Ehen, so erweckt dies den Eindruck, das Rezept für eine glückliche Ehe müsse erst noch erfunden werden. Für viele Menschen ist es daher wirklich ein unergründliches Geheimnis, wie eine Ehe glücklich geführt werden könnte.

 

Als Gott den Menschen im Garten Eden die Ehe schenkte, sollte er da wirklich vergessen haben, ihnen die Gebrauchsanweisung für eine glückliche Ehe mit auf den Weg zu geben? Behielt sich Gott dieses Wissen vor und verschloss es vor den Menschen als ein Geheimnis?
Nein – und somit ist unser Thema eigentlich nicht korrekt formuliert, denn: Eine glückliche Ehe – das ist kein Geheimnis! Gott hat uns in seinem Wort alles offenbart, so dass kein geheimnisvoller Schleier über dem Gelingen einer Ehe liegt.
Fotolia 54934015 Subscription XXL     KDoch inzwischen hat sich die Menschheit vom Garten Eden weit entfernt. In einer Umgebung, die unter dem Fluch der Sünde existiert, ist es kein Kinderspiel, seine froh begonnene Ehe ein Leben lang zum Glück beider Partner zu gestalten. Wenn ich hier dieses Thema anspreche, so ist mir bewusst, dass viele Leser persönlich berührt und betroffen sein werden. Mein Wunsch ist, dass wir gemeinsam schauen, was Gott uns anbietet. Es geht nicht um Verurteilung und Verdammung derer, bei denen sich das Glück aus dem Haus geschlichen hat oder jener, die längst nicht mehr in einem Haus leben. Jedes Paar und jede Lebensgeschichte sind einmalig. Lasst uns nicht vergessen, feinfühlig und verständnisvoll in der liebevollen Begleitung und der Seelsorge miteinander umzugehen, so wie Jesus es uns gezeigt hat.

Wir betrachten hier die Grundprinzipien für die positive Ehegestaltung, die uns die Bibel aufzeigt, in den Zeugnissen von E.G. White vertieft werden und die heutige Ehe- und Familienforscher bestätigen. Der Ehe- und Familienpsychologe John M. Gottman hat über 20 Jahre lang erforscht, warum Ehen scheitern. Seine daraus resultierenden Tipps für eine glückliche Ehe decken sich mit dem Wort Gottes. (siehe http://www.simplify.de/die-themen/partnerschaft/beziehungstipps)
Ein wichtiges Wort zuvor, das uns alle als Lernende definiert:
„Um zu einem richtigen Verständnis für die Beziehungen im Eheleben zu gelangen, bedarf es eines ganzen Lebens. Wer sich verheiratet, tritt in eine Schule ein, die er sein Leben lang nicht mehr verlässt.“ (Orientierung für das Leben, S. 63)

7 Säulen für eine glückliche Ehe

1. Formuliert gemeinsam Sinn und Ziel für euer Leben!

„Wir passen einfach nicht zusammen.“ sagen Paare nach jahrelanger Ehe vor dem Scheidungsrichter. Tun sich wirklich aus dem Nichts heraus so unüberbrückbare Differenzen auf? Oder hat einer die gemeinsame tragende Säule entfernt und sich völlig entgegengesetzt orientiert? Eine gemeinsame tragende Säule in der Bedeutung von Sinn und Ziel erscheint manchen Frischverliebten bedeutungslos. Sie halten ihr Verliebtheitsgefühl irrtümlich für so eine dauerhafte Stütze, schweben ja im 7. Himmel und halten sich aneinander fest. Dass ihnen aber sozusagen die Stütze fehlt, damit Fotolia 51106653 Subscription XL       Kihre Beziehung nicht irgendwann „durchhängt“, wird leider zu oft zu spät erkannt. Lebenssinn und –ziel gehören zu den wesentlichen Voraussetzungen des Ehegelingens wie die Statik für ein sicheres Haus. Alles andere, was unseren Alltag gestaltet, uns Freude oder Kummer macht, wird getragen von einem viel größeren Element: dem eigentlichen Lebenssinn, in dem der Ehesinn einfließt. Besteht der Lebenssinn darin, eine Villa zu bauen, bricht die allgemeine Katastrophe herein, wenn das Einkommen nur für ein bescheidenes Häuschen oder eine kleine Mietwohnung reicht. Der Lebenssinn „Party“ wird empfindlich gestört, wenn das erste Kind das Paar mit seinen Bedürfnissen überrascht.

Als Christen dürfen wir eine andere Säule wählen. Haben die Eheleute gemeinsam beschlossen, den froh ausgelebten Gauben an Jesus zum Lebenssinn zu erheben, nach biblischen Werten und Wegen zu fragen und das ewige Leben als großes Ziel zu wählen, werden die Prioritären ganz anders gesetzt. Alles, was das Paar betrifft, wird an diesem großen Lebensziel ausgerichtet. Je tragfähiger diese Säule ist und je fester die Verbindung zwischen ihr und allen Elementen der Ehe gestaltet wird, desto weniger wackelt das Ehehaus in den Lebenstürmen und es trägt weit weniger Schaden davon. In der realen Baubranche ist es nicht selten nötig, nachträglich einen Pfeiler bzw. eine Säule einzubauen, um ein altersschwaches oder umgebautes Gebäude zu sichern.
Gott hat uns in der Ehe auch diese Chance gelassen. Wer bisher die Säule „Sinn und Ziel“ vernachlässigt hat, darf dies nachholen. Mitunter geht es nicht mehr so unkompliziert, Kompromisse könnten nötig werden und die Lebensgestaltung wird vielleicht zum ersten Mal überhaupt hinterfragt. Dennoch bleibt diese Säule ein tragender Pfeiler, der auch nachträglich eingezogen, das Zusammenstürzen des gesamten Ehe-Gebäudes verhindert. Diese tragende Säule ist mit Treue ummantelt.

Die 1. Säule:

„Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln.“ (Psalm 84,6)

„Entscheidet selbst, welches das große Lebensziel ist, und dann nehmt alle Kräfte zusammen, dieses Ziel zu erreichen.“ (Zeugnisse 7, S. 67)

„Alle, die das Wort Gottes zur Richtschnur ihres Lebens wählen, treten in nahe Beziehung zueinander. Die Bibel ist das Band, das sie vereint. “ (Orientierung für das Leben, S. 88.)

„Das Wort Gottes ist der einzige Halt in dieser Welt. Es ist ein sicherer Grund.“ (Das bessere Leben, S. 122)

2. Erhaltet die Gründe für eure Heirat lebendig!

Wer vor seiner Hochzeit keine Liste mit den Gründen für sein JA zum Anderen erstellt hat, kann das Versäumte nachholen, um sich diese Liste stets Fotolia 60756243 Subscription XXL Kbei Bedarf vor Augen zu führen. Es ist notwendig uns zu erinnern, was wir einst am anderen liebten. Diese Liebe darf ein Leben lang aktuell bleiben. Dazu gehört auch, dass wir uns um den Anderen so bemühen, dass unsere Liebe sicht- und hörbar ist. Ein lange verheirateter Mann wurde nach dem Geheimnis seiner guten Ehe gefragt. „Ich stelle mir vor, ich wäre nicht mit meiner Frau verheiratet.“ antwortete er. Sich Mühe geben, den Partner umwerben, mit kleinen Gaben erfreuen, ihn überraschen, für ihn auf etwas verzichten oder etwas tun, nur weil man weiß, dass der Andere es mag - das alles gehört nicht nur in die Zeit vor der Hochzeit! Eingehüllt ist diese Säule in tiefer Liebe.

Die 2. Säule:

„… so habt euch untereinander beständig lieb aus reinem Herzen.“  (1. Petrus 1,22)

„Erweist einander dieselbe Aufmerksamkeit wie am Anfang. … Liebe kann nicht lange bestehen, ohne Ausdruck zu finden. Lass nicht das Herz dessen, der mit dir verbunden ist, verkümmern aus Mangel an Freundlichkeit und Teilnahme. … In vielen Familien wird es versäumt, dass man seine Gefühle füreinander ausspricht.“ (Orientierung für das Leben, S. 67.69.70.)

3. Zeigt beständig Interesse am anderen!

„Nach Statistiken sprechen Paare nach sechsjähriger Partnerschaft im Durchschnitt noch 10 Minuten täglich miteinander.“ (http://www.partnerschaft-beziehung.de/partnerschaft-schweigen.html)

Fotolia 48024968 Subscription XL      KJe länger die Leute verheiratet sind, desto weniger reden sie miteinander. (http://www.welt.de/partnerschaft)
Warum ist das so? Glaubt man schon alles über den Partner zu wissen? Ist das Interesse erloschen? Hat man keine Zeit, keine Lust, findet die Gespräche langweilig oder fürchtet Streit?

„Mangelnde Kommunikation ist ein Beziehungskiller“ Tatsächlich scheitern viele Partnerschaften an einer zu geringen oder mangelhaften Kommunikation. Da bleiben Probleme jahrelang unausgesprochen. Wir sagen dem Partner nicht, womit wir unzufrieden sind oder was uns beschäftigt. Wir reden nicht mehr über unsere Sehnsüchte oder Wünsche. Und so leben sich die Menschen, die sich einmal liebten, langsam auseinander. Am Ende steht der alles beendende Krach oder das große Schweigen. Lebenspartner, die hingegen viel miteinander reden, können Ihre Liebe zu einander dauerhaft am Leben erhalten und stetig vertiefen.“ (http://www.zeitzuleben.de/2572-was-kommunikation-fur-ihre-partnerschaft-bedeutet/)

Ein kleiner Test möge helfen, eure Kommunikation in der Partnerschaft einzuschätzen:
1. Macht dein Partner alles Mögliche lieber, anstatt die Zeit mit Dir zu verbringen?
2. Ist dein Partner mit Freunden fröhlich und charmant – mit dir aber nicht?
3. Flüchtet dein Partner, wenn Probleme auftreten?
4. Lässt sich dein Partner Zuhause gehen und vernachlässigt sein Äußeres?                     Fotolia 59801005 Subscription XXL K
5. Freust du dich nicht mehr, mit deinem Partner zusammen zu sein? Meidest du ihn?
6. Setzt dein Partner sein Vertrauen mehr auf seine Freunde als auf dich?
7. Bedeutet dir körperliche Nähe zu deinem Partner nichts mehr?
8. Ist deinem Partner dein Äußeres egal?
9. Habt ihr keine gemeinsamen Interessen und Freunde mehr?
10. Dreht es sich in euren Gesprächen nur noch um Probleme?
11. Vergisst dein Partner deinen Geburtstag?
12. Hörst du von deinem Partner keine Komplimente mehr?
13. Erzählt dein Partner dir seine beruflichen Probleme nicht mehr?
14. Sind deinem Partner deine Meinung, Probleme und Gefühle gleichgültig?
15. Werden Konflikte und Meinungsverschiedenheiten nicht mehr besprochen und gelöst? Auswertung: Bei mehr als 5 Ja-Antworten ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen und mit deinem Partner darüber zu sprechen. Deine Partnerschaft und deine Liebe sind in Gefahr. (nach http://www.partnerschaft-beziehung.de/partnerschaft-schweigen.html)

Fotolia 60756259 Subscription XXL K„In eurer Lebensgemeinschaft soll des einen Zuneigung zum Glück des andern beitragen. Jeder soll dem Glück des andern dienen. Das ist Gottes Wille. Wenn ihr auch miteinander eins werdet, soll doch keiner seine Persönlichkeit im andern verlieren. Ihr seid Gottes Eigentum. …Weder Mann noch Frau soll den andern beherrschen wollen. Der Herr hat den Grundsatz festgelegt, der hier richtunggebend ist. Der Mann soll seine Frau mit Liebe und Zärtlichkeit behandeln, so wie Christus seine Gemeinde hegt und pflegt. Die Frau soll ihren Ehemann achten und lieben. Beide sollen einen Geist der Freundlichkeit pflegen und fest entschlossen sein, den anderen nie zu betrüben noch zu verletzen. ...
Keiner trachte danach, dem andern seinen Willen aufzuzwingen. Ihr könnt dies nicht tun und dabei eure Liebe erhalten.“ (Orientierung für das Leben, S. 65-68) Diese Säule wird von Verständnis umschlossen.

Die 3. Säule:

"Die Liebe ... sucht nicht das Ihre ..."  (1. Korinther 13,4.5.)

„Pflegt das, was in euch am edelsten ist und seid schnell bereit, das Gute aneinander anzuerkennen. Das Bewusstsein,geschätzt zu werden, regt wunderbar an und verleiht große Befriedigung. Teilnahme und Achtung ermutigen das Streben nach Vollkommenheit und die Liebe selbst nimmt zu, wenn sie zu edlen Zielen anspornt.“ (Orientierung für das Leben, S. 69)

4. Durchbrecht den Alltagstrott!

Gern wird der Alltagstrott als ein gefräßiges Monster gesehen, dass jegliche Freude und Liebe in der Beziehung verschlingt. Der Begriff „Trott“ Fotolia 57091519 Subscription XXL Kimpliziert eine langweilige, nervende, aufreibende Tretmühle. Viele alltäglichen Arbeiten fallen naturgemäß regelmäßig an. Daran werden wir wenig ändern können. Was wir verändern können, ist unsere Einstellung diesen Alltäglichkeiten gegenüber. „Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.“ (Pearl S. Buck)
Darüber hinaus heißt es, sich eine effektive Arbeitsweise anzueignen, Anspruch und Standard zu prüfen, die Aufgabenverteilung in der Familie zu optimieren und über all diesen Dingen eine gesunde Portion Humor nicht zu verlieren. Was uns heute nervt, sind oft die Dinge, nach denen wir uns in einigen Jahren sehnen: Das weinende Baby – ach, dürften wir es nochmal trösten. Panik vor dem Schulanfang – ach, könnten wir nochmal eine Schultüte füllen. Die anstrengenden Freunde des Mannes zu Besuch – ach, würden sie doch noch einmal kommen. Weisheit und Tatkraft umranken diese Säule.

Die 4. Säule:

„Ist´s nun nicht besser für den Menschen, dass er esse und trinke und seine Seele guter Dinge sei bei seinem Mühen? Doch dies sah ich auch, dass es von Gottes Hand kommt. Denn wer kann fröhlich essen ohne ihn? … So sah ich denn, dass nichts Besseres ist, als dass ein Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. … (Prediger 2,24.25, 3,22)


„Unsere Familien werden mit zu viel Sorgen und Bürden belastet. Wir pflegen zu wenig natürliche Einfachheit, Frieden und wahres Glücklichsein. … Viele haben zu lernen, wie man das Heim anziehend und zu einem Ort der Freude macht. Dankbare Herzen und freundliche Blicke sind wertvoller als Reichtum und Luxus, und Zufriedenheit mit einfachen Dingen wird das Heim glücklich gestalten, wenn Liebe darin wohnt.“ (Orientierung für das Leben, S. 75)

5. Vermeidet Machtkämpfe!

Wer hat das Sagen in der Ehe, die Hosen an, den Hut auf? Wenn einer nach Macht strebt, bedeutet es stets, dass es einen Untergebenen geben muss. Hier wird gern die Unterordnung der Frau zitiert und vergessen, wie der Vers weitergeht. Ungeheiligte Machtinhaber sind schwerlich geliebte Ehemänner und Väter – eher gefürchtete und gemiedene. Wer es liebt, Kommandos zu geben, sollte sich einen Hund anschaffen. Doch Vorsicht! Selbst Tiere brauchen liebevolle Zuwendung! Bereitschaft zum Verzicht und Vertrauen in den Partner umgeben diese Säule.

Die 5. Säule:

„Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi. Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. …Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, um sie zu heiligen … So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. …“   ( Epheser 5,21-33)


Fotolia 55991059 Subscription XL K„Seid zueinander zärtlich und rücksichtsvoll und stellt eigene Wünsche und Vorhaben zurück, damit ihr einander glücklich macht. … Menschen, die in der Partnerschaft nicht gewillt sind, sich dem Wesen des anderen anzupassen, um unangenehme Meinungsverschiedenheiten und Streit zu vermeiden, sollten den Schritt in die Ehe nicht tun.“ (Orientierung für das Leben, S. 66.217.)

 6. Löst eure Konflikte mit Niveau!

Der Begriff „Streitkultur“ ist relativ neu. Nicht die unterschiedlichen Standpunkte sind das Problem, sondern unser Umgang damit. Sich verständlich auszudrücken ohne den Anderen zu verletzen und nach einem guten Weg für alle zu suchen, will gelernt sein. Warum ist das so wichtig? Ein Liedermacher drückte es so aus: „Von jeder Wunde, die ich dir zugefügt hab', bleibt auch mir eine Narbe zuletzt.“ (http://letras.terra.com/reinhard-mey/1663461/) Achtung, Respekt und Selbstkontrolle kennzeichnen diese Säule.

Die 6. Säule:

„Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt.“       (Sprüche 16,32)

„Unfreundlichkeit, Klage und Verdruss verschließen Jesu das Heim. Ich sah, dass die Engel Gottes ein Haus meiden, in dem es unfreundliche Worte, Verdrießlichkeit und Streit gibt. … Es ist ein echtes Problem, Schwierigkeiten in der Familie zu schlichten, solange es die Eheleute versäumt haben, Gott ihre Herzen zu übergeben, auch wenn sie sich um eine gute und gerechte Lösung bemühen, ihre unterschiedlichen Pflichten zu erledigen. … 

Beide Eheleute sollten bereit sein, auf die Meinung des anderen einzugehen. Es wird zu keiner Harmonie führen, wenn beide hartnäckig ihren Willen durchsetzen. Wenn Männer und Frauen noch nicht von der Sanftmut und Demut Christi gelernt haben, werden sie den gleichen jähzornigen, unvernünftigen Geist behalten wie wir ihn bei Kindern beobachten. Der strenge, unbeherrschte Wille möchte sich gerne durchsetzen. … Ihr müsst beide einen Weg finden, wie ihr miteinander auskommt und Streit vermeidet.... Sanftes und freundliches Verhalten wird zu einer überraschenden Erfahrung in eurem Leben führen.“ (Orientierung für das Leben, S. 218.219.221.)

7. Lasst Raum für Gottes Wirken!

Wenn wir alles selber schaffen wollen, wozu brauchen wir dann Gott? Wie soll Gott uns führen, wenn wir ihn nicht nach dem Weg fragen?
Tu all das, was du kannst und lege den Rest beruhigt in die Hand Gottes! Vertraut darauf, dass Gott sich um seine Idee für euer glückliches Fotolia 33537351 Subscription XL KMiteinander, eure Ehe, auch gemeinsam mit euch kümmern möchte. Ladet Jesus ein, ein beständiger Gast, Freund, Weggefährte und Ratgeber in eurer Ehe zu sein.
Karla und Johannes Altwein, die kürzlich ihre Diamantene Hochzeit feierten beschreiben ihr Rezept für eine glückliche Ehe so: „Wir sind unserem himmlischen Vater so dankbar für seine Gnade, dass er uns so lange geführt hat und wir noch zusammen sein dürfen.Wir schätzen uns sehr und das ist himmlisch. Heute erwartet doch bald jeder vom anderen, dass er seine Persönlichkeit aufgibt und so ist, wie er ihn haben will. Darum gibt es so viele Ehescheidungen. An jedem Menschen ist etwas Gutes, nur wird es meistens nicht gesehen. Haben wir Christus als Dritten im Bunde und halten uns an das Wort des Herrn in Philipper 2, 1-4, so können wir ein Leben lang glücklich miteinander genießen. Das bringt uns auch näher zu Gott und zueinander. Das haben wir in unserm Leben erfahren.“
Tiefes Vertrauen in Gott und ein freudig ausgelebter Glaube kleiden diese Säule.

Die 7. Säule 

"… euer gemeinsames Gebet soll nicht behindert werden.“ (1. Petrus 3,7)

„All eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7)

RR84   K „Herzen, die von der Liebe Christi erfüllt sind, können sich nie zu weit voneinander entfernen. … Jede Familie sollte erkennen, dass die Furcht des Herrn der Weisheit Anfang ist und deshalb gemeinsam beten.“ (Orientierung für das Leben, S. 90.91.)

Der Herr segne unsere Ehen. Amen.

Ines Müller

(veröffentlicht im SW 87 Nr. 6)

Gelesen 2687 mal Letzte Änderung Donnerstag, 13 März 2014 14:57

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