Donnerstag, 10 April 2014 00:00

Noah Film 2014 "am wenigsten biblischen Film überhaupt"

NOAH1a     K Der Regisseur des Films, Darren Aronofsky, erklärte, er habe versucht, "den am wenigsten "biblischen" biblischen Film überhaupt zu drehen", und das scheint ihm auch gelungen zu sein...

Die Bibel berichtet uns, dass es nach dem Sündenfall und der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies bald zum ersten Brudermord kam. Kain erschlug Abel, der demütig Gottes Willen tat, aus Wut und Eifersucht, da Gott das Opfer Abels annahm. Sein Opfer, nämlich die Früchte des Ackers, verschmähte Gott. Abel jedoch opferte ein Lamm. Dieses Lamm war ein Sinnbild auf Jesus, das Lamm Gottes (Johannes 1, 29), welches die Sünden der Welt hinweg nehmen würde. Um auf dieses große Opfer hinzuweisen hatte schon Gott eigenhändig Adam und Eva mit Fellen bekleidet. Anstelle Abels wurde dem Adam ein weiterer Sohn mit dem Namen Seth, was soviel wie „Ersatz“ bedeutet, geboren.

Aus diesen beiden Söhnen entwickelten sich zwei Grundglaubensrichtungen. Die einen, die dem Schöpfergott unter allen Umständen treu sein wollten und Seine Gebote hielten und die anderen, die einen Gottesdienst der eigenen Werke vorzogen. So entwickelten sich beide Gruppen räumlich voneinander getrennt, denn Kain verließ sein Vaterhaus, nachdem er von Gott verflucht wurde und gründete auch die erste Stadt. Als Frau wird er sich eine Tochter Adams und Evas genommen haben, denn diese hatten viele Kinder auf Grund ihrer langen Lebenszeit von beinahe tausend Jahren. Zudem waren sie noch genetisch rein, das heißt, an Inzucht war noch nicht zu denken.

Unter den Nachkommen Kains waren auch bald jene, die Kupfer und Eisen schmiedeten. (1. Mose 4, 22) Mit den Waffen nahmen Brutalitäten immer mehr zu.

Solange diese räumliche Trennung bestand, pflegten die Sachkommen Seths auch reinen Gottesdienst. Aber im Laufe der Zeit wagten sie, Verbindungen mit den Frauen Kains einzugehen. Das hatte die schlimmsten Folgen. „Da sahen die Gottessöhne, wie schön die Töchter der Menschen waren.“ (1. Mose 6,2) Die jungen Kainitinnen fesselten Seths Söhne so sehr, dass sie sich mit ihnen verheirateten, ohne zu bedenken, wie sehr dass Gott missfiel. Sie ließen sich zur Sünde verleiten und verloren ihr besonderes, heiliges Gepräge, wurden in Gesinnung und Tun diesen sittlichen Verdorbenen ähnlich. Die Kinder Seths gingen „den Weg Kains“ (1. Johannes 3, 12)

„Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur Böse den ganzen Tag. Und es reute den HERRN, dass er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein. Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. Noah aber fand Gunst in den Augen des HERRN.“ (1. Mose 6, 5-8) In Vers 9 heißt es dann weiter: „Noah war ein gerechter Mann, untadelig war er unter seinen Zeitgenossen; Noah lebte mit Gott.“

„Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist durch sie erfüllt von Gewalttat; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. Mach dir eine Arche …Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel, in dem Lebensodem ist, zu vernichten; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen. Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir. Und von allem Lebendigen, von allem Fleisch, sollst du (je) zwei von allen in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten;…(1. Mose 6,13, 17-19)

Das war in kurzen Worten der Bericht aus der Bibel, warum es zur Sintflut kam und wer Noah überhaupt war. Wer möchte, kann den ganzen Bericht gern im 1. Buch Mose, Kapitel 4-10 lesen.

Doch was wurde aus dem Bericht der Bibel gemacht?

Im derzeit angelaufenen Kinofilm Noah sind die gefallenen Engel die „Guten“, die aus dem Himmel vertrieben wurden, weil sie der Menschheit gegenüber zu viel Mitgefühl und Erbarmen empfanden. Sie helfen Noah dabei, die Arche zu bauen, und sie steigen wieder gen Himmel auf, als sie bei dem Versuch sterben, die Arche gegen eine Bande marodierender, böser Menschen zu verteidigen. Der Regisseur des Films, Darren Aronofsky, erklärte, er habe versucht, „den am wenigsten „biblischen“ biblischen Film überhaupt“ zu drehen, und das scheint ihm auch gelungen zu sein.

In diesem Film wird fast alles in sein Gegenteil verkehrt. So wird der Schöpfer als böser, gemeingefährlicher Irrer dargestellt, der die Menschheit abgrundtief hasst. Die Schlange (Satan, Offenbarung 12, 9) dagegen ist im Besitz des Geheimnisses, das der Menschheit den „göttlichen Funken“ zurückgeben kann. Die gefallenen Engel gelten als Helden und nicht als Bösewichte. Noah wird als manischer Psychopath, der die Menschheit hasst und sein ungeborenes Enkelkind töten will, wenn es ein Mädchen sein sollte, und nicht als Prediger der Gerechtigkeit dargestellt. Der Film versucht die ganze Zeit, auf alle möglichen Arten und Weisen zu verhindern, das Wort „Gott“ zu benutzen zu müssen, und in einer Szene, die der Noah seiner Familie erklärt, wie die Welt „geschaffen“ wurde, zeigt der Film Bilder, die Darwins Evolutionskonzept zeigen. Die meisten Christen – selbst diejenigen, die schlechte Kritiken über den Film schrieben – haben leider völlig die Aspekte der luziferischen Gnosis übersehen, die ganz offen in diesem Film propagiert werden(1)

Leider verdreht und verzerrt der Film die biblische Geschichte von Noah so massiv, dass sie bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird. Doch Jesus hat in seiner Endzeitrede in Matthäus 24 gerade diese Begebenheit angeführt um Sein Volk zur Wachsamkeit zu ermahnen.

“Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen. Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, sondern mein Vater allein. Aber wie die Tage Noahs (waren), so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Flut waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten, bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging, und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.“

Für diese Zeit sagt uns die Bibel in 2. Petrus 3, 10-14

„Es wird aber der Tag des Herrn kommen wir ein Dieb; an ihm werden die Himmel mit gewaltigem Geräusch vergehen, die Elemente aber werden im Brand aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr (im Gericht) erfunden werden. Da dies alles so aufgelöst wird, was für Leute müsst ihr (dann) sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit, indem ihr die Ankunft des Tages Gottes erwartet und beschleunigt, um dessentwillen die Himmel in Feuer geraten und aufgelöst und die Elemente im Brand zerschmelzen werden. Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt. Deshalb, Geliebte, da ihr dies erwartet, befleißigt euch, unbefleckt und tadellos vor ihm im Frieden erfunden zu werden.“

Heute ist noch Gnadenzeit. Noch haben wir die Möglichkeit unsere Lehren aus den biblischen Geschichten zu ziehen und uns mit Gott zu versöhnen. Gott ist die Liebe! Er möchte, dass jeder Mensch errettet wird und in Ewigkeit lebt, doch dazu ist es nötig, dass wir von unserem sündigen Lebenswandel lassen. So lesen wir in Hesekiel 18, 23

„SOLLTE ICH WIRKLICH GEFALLEN HABEN AM TOD DES GOTTLOSEN, SPRICHT DER HERR, HERR,
NICHT (VIELMEHR) DARAN, DASS ER VON SEINEN WEGEN UMKEHRT UND LEBT?“

 

Gabriele Röglin

 

(1)      Michael Snyder, 13.04.2014 Kopp Online

Gelesen 1342 mal Letzte Änderung Montag, 25 August 2014 13:43

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