Mittwoch, 05 November 2014 00:00

Hintergründe zur Ebola-Seuche

Seit Entdeckung des Ebola-Virus 1976 in Zaire (heute: Demokratische Republik Kongo) hat es zahlreiche Ausbrüche dieser Seuche gegeben. Mal starben 50, mal 100, aber nie mehr als 300 Menschen. Doch der Ebola-Ausbruch 2014 läuft nach Aussage des belgischen Infektionsmediziners Peter Piot, der das Virus entdeckte, „fundamental anders“.

 

„… und es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten, und Hungersnöte und Seuchen…Lukas 21,11

Der Grund, so Piot: „Es steht fest, dass das Virus mutiert.“ Was dieses Mal völlig neu auftritt, ist die Tatsache, dass das aktuelle Ebola-Virus sich immer wieder in neuer Struktur präsentiert. Selbst die weltbesten Experten, so der Spiegel, wüssten erschreckend wenig über die aktuelle todbringende Seuche. Im Gegensatz zu früheren Ebola-Ausbrüchen sind Zigtausende von Menschen schon infiziert, und die Weltgesundheits-Organisation (WHO) rechnet in den nächsten Monaten mit Zehntausenden von Toten. Bisher verbreitet sich das Ebola-Virus nur über den Weg von Körperflüssigkeiten – bisher. Sollte das Virus auch den Weg über die Luft schaffen, wie beispielsweise bei einer Grippe, dann sind Szenarien vorstellbar, die jetzt keiner zu denken wagt. Für den Ebola-Virus-Entdecker Piot ist eine Verbreitung über die Luft „extrem unwahrscheinlich“, aber im Prinzip denkbar.

Der frühere russische Chef-Hygiene-Arzt Gennadi Onischtschenko hatte Anfang August 2014 gemutmaßt, die Ebola-Seuche könnte sich nicht ohne künstliche Mitwirkung verbreitet haben. Was bedeuten würde: Dieses neue, viel gefährlichere Ebola-Virus ist gezielt von wem auch immer ausgesetzt worden. Dass diese Aussage ausgerechnet von einem russischen Mediziner kommt, muss aufhorchen lassen, denn die ehemalige Sowjetunion hat das Ebola-Virus zu einer höchst gefährlichen Bio-Waffe weiterentwickelt. Moskaus Waffenforscher kamen durch einen wissenschaftlichen Austausch mit einem belgischen Tropen-Institut an das Virus und verwendeten es gleich für das B-Waffenprogramm ihres Militärs. EBOLA-2   K-web.jpg1992 flüchtete einer der führenden Leiter des sowjetischen Biowaffen-Programmes in den Westen und berichtete u. a. auch über die gentechnisch weiterentwickelte Ebola-Waffe.

Die Russen verfügen über reichlich Spezialwissen im Bereich Bakterien und Viren, das bestätigte auch ein anderer geflohener Wissenschaftler aus dem Bio-Waffenprogramm der Sowjets. Neben den Biowaffen existierten natürlich ebenso entsprechende Gegenmittel – auch für das Ebola-Virus.

Somit verwundert es auch nicht, dass im September 2014 eine russische Virologen-Gruppe nach Westafrika reiste, um beim Kampf gegen die Seuche mitzuhelfen. Laut dem Chef des Labors für Immunologie und Virologie des russischen Pasteur-Institutes, Alexander Semjonow, habe man einen Impfstoff gegen Ebola entwickelt, der sich bereits erfolgreich bewährt habe. Angesichts der großen Erfahrungen der Russen mit Ebola in der Laborforschung ist dies durchaus vorstellbar. Aber auch die Amerikaner verfügen über Spezialkenntnisse. So besitzt die US-Gesundheitsbehörde sogar ein Patent auf einen Ebola-Virus-Stamm. Ein Patent bekommt man allerdings nur, wenn man tatsächlich etwas Neues erfunden hat. Und die USA entwickelte, EboBun“-Ebola-Variante wurde in US-Labors hergestellt. Mit welchem Hintergedanken?

Fakt ist: Der derzeitige Ebola-Ausbruch ist völlig anders als alle anderen zuvor. Auch das Virus ist anders, da es sich immer wieder verändert – und umso schwieriger für die Wissenschaftler, ist es in den Griff zu bekommen. Der Ebola-Virus-Entdecker Piot zum Spiegel: „Ja das ist das wirkliche Weltuntergangsszenario.“

(Mit freundlicher Genehmigung vom Nachrichtenmagazin Topic Nr. 10, Okt. 2014)

Gelesen 1914 mal Letzte Änderung Dienstag, 13 Januar 2015 19:37