Mittwoch, 13 November 2013 00:00

Wie wird eine psychische Störung definiert?

Wenn wir von psychischen Störungen sprechen, dann sprechen wir davon, dass die Seele erkrankt ist. Das bedeutet, eine Person wurde in ihren normalen seelischen Entwicklungszyklen gestört. Buchstäblich kann man hier von einer unterbrochenen Entwicklung sprechen. Die Entwicklung, die eine Störung erfahren hat.

Man versteht unter Psychischer Störung, erhebliche, krankheitswertige Abweichungen vom Erleben oder Verhalten; konkret betroffen sind die Bereiche des Denkens, Fühlens und Handelns. Als weiteres Kriterium für eine Diagnose psychischer Störungen wird heute neben der Abweichung von der Norm häufig auch psychisches Leid auf Seiten der Betroffenen vorausgesetzt.“ (http://de.wikipedia. Psychische Störung, Stand: 15.03.2010 ,Abruf März 2010)

Zu den psychischen Störungen gehören die

  • Persönlichkeits-und Verhaltensstörungen
  • Entwicklungsstörungen
  • Verhaltens-und emotionale Störungen des Kindes-und Jugendalters
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Neurotische Belastungsstörungen
  • Psychosomatische Störungen
  • Schwere Depressionen
  • Psychosen ·
  • Organische psychische Störungen verursacht durch Drogen
  • Essstörungen
  • Angststörungen
  • Bipolare Erkrankungen
  • Soziale Phobien (Ängste)
  • durch Demenz verursachte psychische Störungen

Die typischen Merkmale von psychischen Störungen sind:

  • sie können nur teilweise von einer Person gesteuert werden
  • sie dauern länger an
  • sie verursachen Leiden 
  • sie beeinträchtigen das Leben (Beruf, Partnerschaft, Familie)
  • sie bergen die Gefahr von Suizid oder
  • Gewalt gegen andere und sich

 

Ob ein Mensch psychisch erkrankt oder nicht hängt vor allem davon ab, ob eine Verletzlichkeit in hohem Maße (Vulnerabilität) vorliegt und ob eine genetische Disposition (erbliche Anlage) vorhanden ist. Traumatisierungen und Krisen von außen verstärken die Möglichkeit einer psychischen Erkrankung.

Psychische Erkrankungen können hervorbringen, dass Betroffene

  • die Realität nicht anerkennen können
  • der Wahrheit nicht ins Auge sehen können
  • nicht erwachsen werden können
  • keine Verantwortung für ihr Leben übernehmen können
  • unter Umständen anderen Personen Schuldzuweisungen machen

Wichtig zu wissen ist:

Psychische Erkrankungen

  • können die Wahrnehmung, das Denken, Stimmungen und das Verhalten beeinflussen
  • sind alltäglicher, als man denkt
  • sind kein Zeichen von Schwäche
  • können jeden treffen
  • werden von jedem anders erlebt
  • können meist wirksam behandelt werden.

http://www.psychenet.de/psychische-gesundheit.html

Geistlicher Aspekt:

Vor Gott spielt es im geistlichen Sinne keine Rolle, ob wir psychisch erkrankt sind oder nicht. Vor dem Herrn sind wir allzumal Sünder und haben die Möglichkeit uns nach dem Maßstab des Wortes zu richten (vgl. Jesaja 1, 5-6). Alle Gläubigen sind in der Charkterschulung und Herzensreinigung mit einbezogen (vgl. Maleachi 3,3). Mit jedem Menschen handelt der Herr individuell, um an Sein Ziel zu kommen. Es ist dem Wesen des Herrn, dass Er uns Unterstützung und Hilfe zukommen lassen möchte in schwierigen und leidvollen Situationen.

 

Wer Begleitung in der Seelsorge wünscht kann sich an Frau Gabriele Röglin unter der Telefonnummer 030/ 436 69 728 wenden.

 

Gelesen 1372 mal Letzte Änderung Mittwoch, 07 Mai 2014 21:23

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